Menschenwürde Teil 2

Die Menschenwürde anderer kann nur achten, wer selbst eine eigene Würde beansprucht und erlebt, dass sie geachtet wird.

  • ZumTeil über dreißig Stunden ununterbrochen im Einsatz,
  • erhebliche Mängel bei der Unterbringung …
  • und bei der Versorgung mit Essen und Trinken.
  • Über 16 Stunden keine warme Mahlzeit in den Magen

Dies sind Zitate aus Aussagen des Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei über die Einsätze beim G8-Gipfel.

Ein 28-jähriger Beamter (muss ich ihn mir übermüdet, hungrig und durstig vorstellen?) öffnete auf der Rückfahrt vom Einsatz die Tür des Transporters. Wegen der Hitze, schreibt MVRegio unter Berufung auf die Bild-Zeitung. Er verunglückte und starb. “Erst vor kurzem hatte er geheiratet und wäre bald Vater geworden”, schreibt die Gewerkschaft der Polizei und ruft zu Spenden für die Hinterbliebenen auf unter dem Stichwort “Benjamin”. Muss ich mir jetzt auch noch vorstellen, dass der Staat in solchen Fällen nicht einmal finanziell für die Hinterbliebenen sorgt???

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 12. Juni 2007 um 11:22:24 und abgelegt unter Arbeitsrecht. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

Eine Antwort zu “Menschenwürde Teil 2”

  1. Karolin meint:

    Vielen Ärzten geht es ähnlich!Die arbeiten auch gut und gern in 36-Stunden-Schichten ohne großartige Pausen.Wenn das so stimmt wie die Polizisten das sagen, waren die Einsätze sicher verdammt anstrengend, aber ewig gehen die auch nicht. Man kann auch mal ohne warmes Essen leben;-) Schlimm genug, dass Polizei überhaupt notwendig ist, aber sie sollte ihrer Arbeit wenigstens unter angemessenen Bedingungen nachgehen können!

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